.HISTORY

Graffiti-Writing in Aachen:
Ca. 1986 sind erste Tags und Bilder in Aachen zu sehen. Erste Namen lauten Diabolo, Codo und Warriors.

Ab 1988 gibt es stellen in Aachen an denen Sprüher legal oder zumindest geduldet sprühen können. Die ersten Halls of Fame sind eine Lagerhalle am Grünen Weg, der Musikbunker im Frankenberger Park und der Spielplatz hinter dem City Center. An diesen Plätzen entstehen die ersten aufwendigen und ausgearbeiteten Graffitibilder. Es gibt nun zwei rivalisierende Crews in Aachen, die NMA (Neon Maniacs Alive), denen Codo, Psycho, Diabolo und pencl angehören. Die zweite Gruppe ist BBB (Bad Baby Bombers), zu der Rosco, Rad und Aenok gehören.

1990 erscheint im Klenkes, dem Aachener Stadtmagazin, eine Reportage über Graffiti in Aachen und viele Jugendliche fangen an Interesse an Graffiti zu zeigen. Es gibt nun auch mehr Plätze zum Sprühen. So zum Beispiel die Turnhalle der Gesamtschule Laurensberg, den alten Moltkebahnhof, eine Lagerhalle in Haaren, und den Spielplatz an der Richardstraße, der zum wichtigsten Treffpunkt wird.
Es gibt nun viele Crews in der Stadt. TCCC, IBS, TNT, ALA, MCA sind einige davon.
Es entstehen erste Auftragsarbeiten und eine erste Ausstellung des Writers pencl.

1991 werden die ersten Züge in Aachen bemalt. Der erste Zug trägt den Schriftzug "Aachener Zulu Printen".
Es gibt viele Nachahmer und es wird zum Trend, Züge zu bemalen. Im gleichen Jahr werden die ersten Writer von der Polizei erwischt. Viele sind geschockt von Methoden wie Hausdurchsuchung und hören auf.

1992, eine neue Generation von Writern beginnt aktiv zu werden, es werden regelmäßig Züge bemalt und auch in der Innenstadt wird viel illegal gemalt. Es gibt die ersten Gerichtverhandlungen, die Strafen fallen jedoch milde aus. Der Spielplatz Richardstraße wird immer wichtiger, hier spielt sich fast alles ab. Es kommen die ersten Besucher aus Köln und Holland um in Aachen zu sprühen.

1993, viele Züge werden bemalt, es gibt nun diverse Crews in Aachen. TMT ist die aktivste, TRS, TCP und NCC sind neue Crews die sehr aktiv sind. Im Sommer kommt es zum ersten Austausch Aachener Sprüher mit ausländischen Sprühern, es entstehen langjährige Kontakte und Fotoaustausch-Partner.

1994 wird es durch Polizeipräsenz unmöglich am Grünen Weg zu malen, auch an der Turnhalle in Laurensberg wird nicht mehr gemalt. Die Lagerhalle in Haaren wird abgerissen.

1995 wird die komplette Aachener Graffiti-Szene vor Gericht gestellt, nachdem ein Sprüher alle anderen bei der Polizei verraten hatte. Die Strafen fallen zum großen Teil milde aus, es wird jedoch auch eine Bewährungsstrafe verhängt.
Trotz der Verfolgung entstehen in diesem Jahr verstärkt illegale Bilder auf Zügen und auch in der Stadt. Der wichtigste Treffpunkt ist nun die leerstehende ehemalige Fachhochschule für Design in der Südstrasse. Die aktivsten Crews sind ORB und OST4TEL.

Klick mich und ich werde gross...

Zwischen 1996 und 1999 wird die Graffitiszene immer größer und aktiver. Es wird nun sehr viel gemalt. Aachener Writer reisen zum Malen durch ganz Europa und viele Kontakte werden geknüpft.

Im Jahr 2000 gibt es erneut eine Ausstellung, diesmal in der Stadtbibliothek Aachen.